Fahrt nach Beyenburg, hammse gesagt, das ist ein nettes Rennen, hammse gesagt…
Unser Trainer hatte Ende letzen Jahres eine Idee für ein Langstreckenrennen im Frühling, weil wir den Winter über auch trainieren wollten. Bayenburg sollte es werden, mit 8,5 km und mehreren Wenden ein Rennen, das zwar anspruchsvoll klingt, aber auch interessant.
Die Trainings im Winter waren ruhig und stimmten uns hoffnungsvoll. Zur Unterstützung im Rennen würden uns wieder ein paar Paddelfreunde der Offenbach Vikings und der 1911er Lahndrachen aushelfen.
Am 28.03., dem Tag des Rennens, legt der Wetterbericht warme und regenfeste Kleidung nahe. Um 8 Uhr morgens starten wir dann zusammen nach Nordrheinwestfalen. Einigen von uns schlägt das Navi die deutlich kürzere Strecke über Land vor, sie finden sich auf landschaftlich reizvollen Straßen wieder. Zum Glück hatten wir das Rennen ohne eigenes Boot gemeldet.
In Beyenburg angekommen, nieselt es und rund um die aufgestaute Wupper zeigt sich noch mal der Winter in den letzten Zügen. Da das Rennen erst nach halb eins starten soll, nutzen einige die Zeit, sich die Gegend anzuschauen.
Um 12:30 Uhr geht es dann ans Boarden. Als die letzten einsteigen, fängt leichter Regen wieder an… bei etwa 5°. Also bewegen, bewegen, bewegen. Der Regen wird stärker.
12:40 Uhr: Der Wind fängt auch wieder an… Also weiter bewegen, bis alle mit Boarden fertig sind.
12:45 Uhr: Der Regen wechselt in Schneegraupel. Der Wind bleibt. Weiterbewegen, damit wir nicht auskühlen, genauso wie alle anderen.
12:53 Uhr: Sammeln zum Start, hoffentlich kommt der bald…
12:55 Uhr: Start zum Großen Preis von Beyenburg – Ab jetzt heißt es Druck und Länge. Wir starten gut und halten mit den anderen mit. Die erste Wende naht. Wer noch nie in Beyenburg war: Das heißt, dass wir unter zwei Brücken durchfahren, von denen die erste so niedrig ist, dass sich unsere Trommlerin und der Steuermann ducken müssen, um im Boot zu bleiben. Die erste Wende läuft gut, zurück unter den beiden Brücken durch, wieder zurück auf die Strecke. Wir merken recht schnell, dass die anderen Teams stark sind, wir halten aber dagegen. Der Graupel wechselt wieder in Regen. Wieder geht es unter einer Brücke durch, die aber hoch genug für Trommlerin und Steuermann ist – die zweite Wende folgt und wieder zurück auf die Strecke. Erste Runde ist durch. Wir liegen auf Platz 6 von 8, weiter „Druck“ und „Länge“ Rufe von unserem Steuermann. Wieder die niedrige Brücke, wieder der Ruf an die Trommlerin „Ducken!“. Die nächste Wende und weiter. Der Regen lässt nach. Wieder auf die lange Strecke und von hinten hören wir immer wieder ein Boot, das versucht zu überholen. Aber nicht mit uns. Wende Nummer 4 und zurück auf die Strecke. Die zweite Runde ist durch und wir behaupten Platz 6.
Die vorletzte Wende steht an. Wir kommen gut durch und hören wieder das Boot hinter uns, wie uns einige Meter weiter rechts überholt. Die letzte Wende, die letzte Strecke und nun alles, was geht, ins Paddel stecken. Wir schaffen es leider nicht mehr zurück auf Platz 6. Geschafft klettern alle aus dem Boot und jeder freut sich nun über trockene und warme Kleidung.
Wir schaffen zwar nur einen 7. Platz, aber in einer Zeit von 45 Minuten und 11 Sekunden.
Vielen Dank an Jens und Michael von den 1911er Lahndrachen und Svenja, Yvonne und Andrea von den Offenbach Vikings für die Unterstützung.
Respekt an den VfK Wuppertal, der das Rennen jährlich mit ähnlichem Wetter ausrichtet.
Bis zum nächsten Rennen im Mai, da sollte das Aprilwetter hoffentlich beendet sein.
Vielleicht fahren wir ja nächstes Jahr wieder nach Beyenburg, war ein nettes Rennen…
Bis dahin kann man sich nochmal die Bilder auf der Homepage des VfK e.V. Wuppertal anschauen.















